Über die Branche
Verband des Cash and Carry- und Zustellgroßhandels e.V.

Überblick

Die zwei bedeutendsten Vertriebsformen für die Versorgung von Gastronomen und anderen Großverbrauchern mit Lebensmitteln und sog. Non-Food-Artikeln sind der Selbstbedienungsgroßhandel – auch Cash and Carry genannt – sowie der (Lebensmittel-)Zustellgroßhandel – oft auch Food-Service genannt.

Die Trennung dieser beiden Vertriebsformen verschwimmt heutzutage allerdings immer mehr: Im Zuge der stetigen Verbesserung des Leistungsangebots ist eine Zunahme zusätzlicher Dienstleistungen insbesondere im Bereich des Transport- und Lieferwesens bei nahezu allen Cash and Carry Unternehmen zu erkennen. Die Belieferung erfolgt in diesem Fall entweder direkt aus dem C+C-Markt oder aus eigenen Zustell-Lagern. Auf der anderen Seite betreiben einige Zustellgroßhändler zusätzlich einen Selbstabholmarkt. Eine Zweiteilung in einen Abhol- und in einen Liefermarkt existiert heute nicht mehr.

Die Kunden der Selbstbedienungs- und Zustellgroßhändler kommen zum großen Teil aus der Gastronomie, Hotellerie, von Betriebs- oder Schulkantinen, Catering-Unternehmen oder Vereinen. Einige Kunden betreiben auch ein eigenständiges Gewerbe, wie z.B. das Bauhandwerk. Versorgt werden zudem in immer größerem Umfang soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Seniorenheime.

 

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Historie

Der Selbstbedienungs-Großhandel kam Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre aus den USA nach Deutschland. Vorläufer eigenständiger C+C-Betriebe waren Spezialabteilungen in bestehenden Liefergroßhandlungen schon Anfang der 50er Jahre.

Insbesondere durch die RATIO-Märkte in Bochum (1957) und Münster (1961) sowie die Märkte der Firma Handelshof in Haan (1959), Köln (1961) und Mönchengladbach (1963), aber auch durch die zwei Märkte der Gebrüder Karl und Theo Albrecht unter dem Namen ALIO in Neuss und Mülheim an der Ruhr (1961) sowie den ersten Markt der Metro in Essen (1963) wurde Cash and Carry (C+C) dann bekannt.

Die Geschichte des Zustellgroßhandels reicht wesentlich weiter in die Vergangenheit und kann nicht genau auf einen bestimmten Zeitraum eingegrenzt werden. Der Ursprung von vielen der heute bekannten Unternehmen liegt in dem Handel mit Kolonialwaren. Es ist bekannt, dass Anfang des 20. Jahrhunderts einige meist inhabergeführte Familienunternehmen begannen, systematisch Gastwirte und Betriebsküchen zu beliefern.